Balkonsanierung Colonia-Haus

Balkon­sanierung

Aktuell werden die Balkone des Colonia-Hauses saniert - erfahren Sie hier mehr zur Kölner Großbaustelle in luftigen Höhen.

3. April 2024

Sanierungsbeginn

Neben den beiden Kränen wurden Mastkletterbühnen und weitere Baubehelfe aufgebaut, damit mit der tatsächlichen Sanierung begonnen werden kann. Vor- und Rüstarbeiten zählen nicht zu der 24-monatigen Nettobauzeit.

Sanierungsbeginn
So sieht die neue Brüstung aus

14. Dezember 2023

So sieht die neue Brüstung aus

Die neuen Scheiben der Brüstungskonstruktion für die Etagen 41. bis 29. sind bereits in einem Kölner Lager eingetroffen. Dort wurde auch ein Muster der neuen Brüstung erstellt.

Aufstellung der Baukräne und Baubeginn

16. August 2023

Aufstellung der Baukräne und Baubeginn

Die Effizienz und „Resilienz“ der Baustelleneinrichtung haben für den Ablauf der Sanierungsmaßnahmen eine entscheidende Bedeutung. Je schneller der Ablauf, desto kürzer die Beeinträchtigungen und desto geringer die Kosten. Wesentliche Elemente der Baustelleneinrichtung sind:

1. Kran auf dem Dach
Zum Sichern und Abtransport des Abbruchmaterials, sowie Transport von Neubauteilen.

2. Schutzgerüst vor der Eingangsfassade
Notwendige Unterkonstruktionen auf der Dachebene des Sockelbaus und für den Kran.

3. Transportbühnen
Zum Transport von Personen und Material.

4. Mastkletterbühnen
Zur Sicherung und Durchführung der Arbeiten.

5. Lager- und Bürocontainer
Auf dem Dach des Parkhauses zur Baustellenorganisation.

Grundsätzlich wird von Oben nach Unten gearbeitet. Begonnen wird an der Osthälfte, es folgt die Westhälfte. Als Nettobauzeit sind 24 Monate veranschlagt. Der Aufbau der beiden Kräne gilt als Starttermin – am 16. August 2023 war es dann soweit!

Beschluss nach 5 Jahren

10. Dezember 2022

Beschluss nach 5 Jahren

Die Eigentümergemeinschaft beschließt mit überwältigender Mehrheit die Balkonsanierung mit einem Volumen von ca. 26,6 Mio. €. Dies führt zu einer Sonderumlagenzahlung von 950 €/qm für jeden Eigentümer, welche bis zum März 2023 gezahlt werden musste, um die Sanierung zu finanzieren.

Bedrucktes Glas als Lösung – und Kompromiss

12. Juli 2022

Bedrucktes Glas als Lösung – und Kompromiss

Es begannen Jahre voller Planungen und verworfener Konzepte. Grundproblem durch das nicht effektive Konstruktionsprinzip sind die bedingten Nebenleistungen, welche das Projekt zu komplex machten, eine zu lange Bauzeit erforderten und zu hohe Kosten produzierten. Das Projekt stand still und 2018 begann die erneute Suche nach einem Ausweg.

Zusätzliche Erschwernis war der Denkmalschutz der Stadt Köln, da Anforderungen „der monolithischen Wirkung des Hochhauses im Stadtbild“ mit transparenten Glasbrüstungen nicht erfüllt werden konnten. Als Lösung – und Kompromiss an den Denkmalschutz – wurde eine Bedruckung angeboten, um aus der Fernbetrachtung weiterhin monolithisch zu wirken, in der Nahsicht allerdings eine ausreichende Transparenz bieten zu können.

Die Stadt stimmte im Oktober 2021 zu und die Eigentümergemeinschaft beauftragte das Architekturbüro Norbert Wansleben mit den notwendigen Planungsarbeiten der Balkonsanierung.

Ausgangslage und Kern des Problems

6. Mai 2009

Ausgangslage und Kern des Problems

1973 wird das Colonia-Haus an die Nutzer übergeben.

1985 treten die ersten Schäden auf und Zugklammern werden vom damaligen Hauseigentümer eingebaut. Nur 12 Jahre nach Fertigstellung beginnt das Thema „Brüstung“ die Eigentümergemeinschaft ernsthaft zu beschäftigen.

Grund sind die Windkräfte, welche um 50% unterschätzt wurden. Anders ausgedrückt: die Windkräfte müssen heute 100% höher angesetzt werden, als für die ursprüngliche Statik angenommen. Durch die dadurch aufklaffende Fuge drangen Wasser und Sauerstoff ein, welche die Verankerung zerstörten.

Die Konstruktion der Brüstungselemente entsprach nicht den Regeln der Technik, da Schwarzstahl anstelle von rostfreiem Stahl verwendet wurde.

2009 stellt ein renommiertes Sachverständigenbüro Schäden am Beton fest. Es besteht eine baurechtliche Notwendigkeit, zusätzliche Sicherungen anzubringen.